Pax et Bonum Einigkeit und Recht und Freiheit Tag der deutschen Einheit 2016

Foto: © Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz

Einigkeit und Recht und Freiheit.
Vielfalt, Toleranz und Respekt.

Am 3. Oktober feiern wir zum 26. Mal das Fest der Deutschen Einheit. Die deutsche Nationalhymne beginnt mit den Worten »Einigkeit und Recht und Freiheit« – und das aus gutem Grund: »Einigkeit« ist ein Erfolg der Jahre 1989/1990, als mit einer friedlichen Revolution die letzte Diktatur auf deutschem Boden ihr Ende fand; »Recht« bzw. der Rechtsstaat bietet uns und allen Menschen mit den unveräußerlichen Grundrechten des Grundgesetzes ein Höchstmaß an Sicherheit, das wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten. Und »Freiheit« bedeutet nicht nur die persönliche Freiheit, sondern auch die Freiheit der Kunst, der Meinung und der Presse.

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch in einem Land, dem es wirtschaftlich so viel besser geht als vielen seiner Nachbarländern, müssen Missstände benannt – und noch wichtiger: beendet werden. Die Generationen nach dem Krieg haben hart dafür gearbeitet, dass wir in  Norden, Osten, Süden und Westen Deutschlands gemeinsam mit allen Einwohnern und unseren Gästen den Tag der deutschen Einheit feiern können. Wir dürfen es nicht zulassen, dass diese harte Arbeit auf dem Altar des Rückschritts in alte, böse Zeiten geopfert wird. Deshalb gehören neben Einigkeit und Recht und Freiheit auch Vielfalt, Respekt und Toleranz zu den wichtigsten Tugenden.

Manchmal brauchen wir auch Grenzen. Die wesentliche Grenze aber ist dort, wo unter Bezugnahme auf das Recht auf freie Meinungsäußerung andere Personen beleidigt oder verunglimpft werden und zur allgemeinen Hetze gegen Teile der Bevölkerung oder einzelne Bevölkerungsgruppen aufgerufen wird. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass diese Grenze nicht überschritten wird: der Einigkeit, des Rechtes und der Freiheit zuliebe!


Ingolf Ludmann-Schneider und Pax et Bonum