Der Pax et Bonum Verlag Berlin wünscht tolle närrische Tage 2017

Foto: Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz

Schlips ab – Krawatte runter: Jetzt haben die Frauen das Sagen!

Am 23. Februar ist wieder

  • Weiberfastnacht
  • Wieverfastelovend
  • Schmutziger Dunschtig


Wir wünschen viel Spaß!

Helau, Alaaf, Hei-jo und Lott jonn – oder wie immer Ihr bevorzugter Karnevalsruf heißen mag.

Der Pax et Bonum Verlag Berlin wünscht tolle närrische Tage!


LIEBER HÖREN STATT LESEN ?


Weiberfastnacht, Wieverfastelovend oder Schmotziger Dunschtig – am 23. Februar 2017 übernehmen die Frauen die Herrschaft über Plätze, Straßen und Kneipen. Nun mag nicht jeder ein richtiger Karnevalsjeck sein – aber zur Weiberfastnacht gibt es ein paar schöne Geschichten, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

In den 1820er Jahren etablierten sich im Rheinland die ersten Damenkomitees, die den Männern die Exklusivität des Karnevals streitig machen wollten. Man könnte das als den Beginn der Frauenbewegung bezeichnen, die tatsächlich aber erst einige Jahrzehnte später zum ersten Mal an die Öffentlichkeit trat. Bis in die 1820er also durften Frauen im Karneval zwar feiern, aber nicht organisieren. Und das sehr, sehr lange – der Vorläufer des Karnevals wurde vor 5000 Jahren in Mesopotamien begangen. Und zwei Jahrtausende später, im 3. Jahrtausend vor Christus, zelebrierte man in Babylon ein siebentägiges Fest, bei dem das Gleichheitsprinzip galt: Die Sklaven waren den Herren gleichgestellt, der Mächtige und der Niedere waren gleich geachtet. Das hat sich bis zum heutigen Tage gehalten.

Doch zurück zur Weiberfastnacht. Im gesamten Rheinland gilt der Tag als inoffizieller Feiertag, an den meisten Arbeitsplätzen wird ab mittags nicht mehr gearbeitet. Die Feiern beginnen meist um 11:11 Uhr, es wird kostümiert in den Kneipen und auf den Straßen gefeiert. Es ist an diesem Tag Brauch, dass Frauen den Männern die Krawatte abschneiden – sie gilt als Symbol der männlichen Macht. So laufen die Männer nur noch mit einem Krawattenstumpf herum und werden als Entschädigung dafür ständig gebützt, wie die Rheinländer zu einem Küsschen sagen. Nicht alle Männer sind damit einverstanden; das Amtsgericht Essen entschied 1988, dass das ungefragte Abschneiden der Krawatte eine Eigentumsverletzung darstellt und verurteilte die Beklagte zu 40 Mark Schadenersatz zuzüglich Zinsen. »Der Mann hat keinen Humor«, werden Karnevalsfreunde – und vor allem Karnevalsfreundinnen – sagen … aber nicht alle Männer mögen es, wenn sie gepflegt gekleidet zu einem Termin müssen, und ihr Outfit ohne Vorwarnung zerstört wird. Manche Männer bauen vor: Sie tragen an diesem Tag vorsichtshalber alte oder unmoderne Krawatten, aber die geübte Karnevalistin lässt das nicht gelten. Der Mann soll schon merken, wer an Weiberfastnacht die Hosen anhat!

Karneval selbst steht in christlich-katholischer Tradition. Jetzt wird noch einmal richtig auf den Putz gehauen, bevor die sechswöchige Fastenzeit beginnt. Daher auch der Name: Karneval ist eine Ableitung aus dem Lateinischen und bedeutet das letzte Mal Fleisch, genau wie mit Fastnacht die Nacht vor Beginn der Fastenzeit bezeichnet wird, die erst zu Ostern endet. Es ist also kein Wunder, dass die ausgelassensten Karnevalsfeiern in katholisch geprägten Gebieten wie dem Rheinland oder dem Süden Baden-Württembergs stattfinden. Mit der Reformation gingen vielerorts die alten Traditionen verloren, die aber mit Beginn des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurden. In Köln, das nach dem Abzug der Franzosen 1815 – also nach dem Wiener Kongress – zu Preußen gehörte, wurde die karnevalistische Tradition noch um den Spott auf die ungeliebte Obrigkeit erweitert. Auch das hat sich bis heute erhalten.

Weiberfastnacht markiert den Beginn der fünf tollen Tage, deren Höhepunkt unstreitig der Rosenmontag mit seinen Umzügen ist. Und doch ist – wie der Kölner Karnevalssänger Jupp Schmitz 1953 feststellte – am Aschermittwoch alles vorbei. Aber daran denken echte Karnevalisten zur Weiberfastnacht noch nicht.

Übrigens: Wenn Ihnen nicht nach feiern zumute sein sollte, sind die tollen Tage ein toller Moment, um mal wieder ein gutes Buch zur Hand zu nehmen.

Der Pax et Bonum Verlag bietet dafür ein abwechslungsreiches Programm. Schauen Sie einfach mal rein: bei Guteprodukte4u! powered by Pax et Bonum ®

Bis zum nächsten Mal!
Ihr Pax et Bonum Verlag Berlin.